Peugeot

6.5.2018 – Dominik Dinkel sichert sich in Sulingen die DRM-Führung

7.5.2018. Dominik Dinkel und Christina Kohl (Rossach/Tieffenbach) haben im Skoda Fabia R5 die 31. ADAC Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“, den zweiten Lauf der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM), für sich entschieden und damit die Tabellenführung in der DRM übernommen.

Lokalmatador Christian Riedemann und Copilot Michael Wenzel (Sulingen/Mehlingen) belegten bei ihrem Comeback mit 8,3 Sekunden Rückstand den zweiten Gesamtrang in einem baugleichen Skoda. Das Podium vervollständigten Marijan Griebel / Alexander Rath (Hahnweiler/Trier) im Peugeot 208 T16 R5, die sich auf der letzten Wertungsprüfung noch gegen das Skoda-Duo Herman Kobus / Erik de Wild (beide Niederlande) durchsetzten. Die niederländischen Gaststarter Jan De Winkel / Radboud Van Hoek sichern sich im Renault Clio die 2WD-Wertung, die innerhalb der DRM für Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse ausgetragen wird.

Bei strahlendem Sonnenschein erreichten 50 der 72 am Freitag gestarteten Teilnehmer das Ziel. Die besten Szenen von der ADAC Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ zeigt n-tv am Sonntag um 07:30 Uhr im Magazin „PS Die Deutsche Rallye Meisterschaft“ sowie am darauffolgenden Samstag um 9:30 Uhr (wdh). Weitere Hintergrundinformationen und die vollständigen Punktestände zum ADAC Rallye Masters und der DRM gibt es unter www.adac.de/rallye-masters und www.adac.de/drm sowie im ADAC Rallye Hub (www.adac.de/rallyehub).

Riedemann feiert erfolgreiches Comeback, Dinkel gewinnt

Mit insgesamt sieben R5-Allradboliden war das Teilnehmerfeld der DRM sehr stark besetzt. Drei Führungswechsel auf den ersten drei Prüfungen am Freitagabend versprachen einen spannenden Kampf und zeigten die Leistungsdichte der Top-Teams. Mit einer Bestzeit auf der Auftaktprüfung gelang Riedemann zunächst ein perfekter Start, womit er 390 Tage nach seinem Unfall bei seiner Heimveranstaltung ein eindrucksvolles Comeback feierte. Die Freude über die Führung weilte jedoch nur kurze Zeit, da der Sulinger nach einem Fahrfehler bei einer Wasserdurchfahrt auf dem heimischen Rundkurs 30 Sekunden einbüßte. „Meine letzte Portugal-Rallye mit einer ähnlichen Wasserdurchfahrt liegt schon einige Jahre zurück“, scherzte Riedemann am Ende der Tagesetappe. Dinkel erlaubte sich auf den ersten drei Prüfungen keine Fehler und beendete somit den ersten Tag als Gesamtführender.

Am Samstag begann die Aufholjagd von Riedemann. Mit insgesamt neun Bestzeiten kämpfte sich der Sulinger zurück an die Spitze und lag am Nachmittag nur noch weniger als zehn Sekunden hinter Dinkel. Dank konstant schneller Zeiten gelang es Dinkel seinen knappen Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen und das Duell für sich zu entscheiden. „Am Ende wurde es sehr knapp für uns. Christian hat uns wie erwartet auf dem IVG-Gelände jeweils zehn Sekunden abgenommen und uns auch auf den anderen Prüfungen unter Druck gesetzt. Am Ende war es nervenaufreibend, weil ich an den Sieg aber auch an die Meisterschaftspunkte dachte. Schlussendlich ist zum Glück alles perfekt gelaufen. Ich freue mich sehr über diesen Sieg“, so Dinkel im Ziel. Zufrieden zeigte sich auch Riedemann nach seiner Rückkehr: „Ein tolles Gefühl nach so langer Zeit so ein großartiges Comeback zu feiern. Neun Bestzeiten sprechen für sich und machen Lust auf mehr. Ohne den Fehler hätte es vielleicht sogar für den Sieg gereicht. Ob ich beim kommenden Lauf in Sachsen fahren werde, entscheidet sich in den nächsten Tagen“.

Marijan Griebel schlägt Niederländer auf der letzten Prüfung um 0,1 Sekunden

Einen spannenden Zweikampf um Platz drei lieferten sich Marijan Griebel / Alexander Rath im Peugeot 208 T16 R5 und Herman Kobus / Erik de Wild (beide Niederlande) im Skoda Fabia R5. Die zwei Kontrahenten trennten bis zum Schluss nur wenige Sekunden. Nach einem harten Kampf fiel die Entscheidung erst auf der letzten Wertungsprüfung. Mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung erreichte Griebel das Ziel in Sulingen. „Die letzte Prüfung war wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Viel mehr ging da nicht. Ein toller Erfolg für mich, aber auch natürlich für das Team. Ich bin super zufrieden und konzentriere mich ab morgen auf unseren nächsten Lauf in Sachsen“, so der Peugeot-Pilot. Bei ihrer Asphalt-Premiere auf einem R5-Allradfahrzeug belegten Carsten Mohe / Alexander Hirsch im Skoda Fabia R5 einen starken fünften Platz. Auch die Niederländer Kevin van Deijne und Kris Botson überzeugten bei ihrem Gaststart im Ford Fiesta R5 und beendeten die Veranstaltung als sechste.

Niederländer de Winkel gewinnt 2WD-Wertung

In der 2WD-Wertung der DRM ergab sich früh ein weiteres deutsch-niederländisches Duell zwischen Herrmann Gassner jr. im heckgetriebenen Toyota GT86 CS-R3 und Jan de Winkel im Renault Clio R3. Wegen eines Defektes am Krümmer kämpften Gassner Jr. und Ursula Mayrhofer (Surheim/Österreich) mit Leistungsverlusten und verloren Zeit. Nach gelungener Reparatur im Schlussservice am Freitagabend begannen beide am Samstagvormittag ihre Aufholjagd. Nach fünf Wertungsprüfungen hatten beide die Führung zurückerobert, wurden jedoch auf der folgenden Prüfung durch einen technischen Defekt zur Aufgabe gezwungen. Jan de Winkel übernahm daraufhin die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab.

Nico Knacker sammelte wichtige Erfahrung vor toller Zuschauerkulisse

Vor heimischer Kulisse und tausenden Rallyefans an den Wertungsprüfungen sammelte der Youngster Nico Knacker wertvolle Erfahrung für den kommenden Lauf des ADAC Opel Rallye Cups in Sachsen. „Meine Heimrallye hier in Sulingen war perfekt um mich für den nächsten Cup-Lauf vorzubereiten. Wir wollten wichtige Erfahrungen auf schnellen Asphaltstrecken sammeln und ein noch besseres Gefühl in unserem Opel Adam bekommen. Nach unserem neunten Platz beim Saisonauftakt war die Veranstaltung wichtig, um wieder in den passenden Fahrfluss zu finden. Besonders toll war die Kulisse auf dem Sulinger Rundkurs und im IVG-Gelände, wo viele Zuschauer uns anfeuerten“, so Knacker im Ziel. Mit elf von dreizehn möglichen Divisionsbestzeiten zeigte der Youngster sein Können und setzte sich eindrucksvoll gegen seine Kontrahenten durch.

Dominik Dinkel

Dominik Dinkel gewinnt die Rallye Sulingen und lässt die Gegner im Regen stehen (Foto: ADAC Motorsport)

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